Mohrle         17. September 2002

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Warum ich meine Katze schätze

Weil sie dem ersten Schein des göttlichen Glanzes im Osten
Auf ihre Weise huldigt.
Weil sie das tut, indem sie ihren Leib siebenmal mit anmutiger
Schnelle herumwirbelt...
Weil sie, nachdem sie gehuldigt und den Segen empfangen hat,
an sich selber zu denken beginnt.
Und dies vollführt sie in zehn Stufen.
Erstens beschaut sie ihre Vorderpfoten, um zu sehen
ob sie sauber sind.
Zweitens wirbelt sie mit den Hinterbeinen den Staub auf,
damit es hinter ihr sauber wird.
Drittens streckt sie sich gründlich mit gespreizten Vorderpfoten.
Viertens schärft sie ihre Krallen an Holz.
Fünftens wäscht sie sich.
Sechstens wälzt sie sich frischgewaschen herum.
Siebtens flöht sie sich, damit es sie beim Spaziergang nicht juckt.
Achtens reibt sie sich an einem Pfosten.
Neuntens fragt sie nach ihren Anweisungen.
Zehntens begibt sie sich auf die Suche nach Nahrung...
Wenn dann ihr Tagewerk vollbracht ist, macht sie sich
an ihre eigentliche Arbeit.
Denn sie hält die nächtliche Wache des Herrn gegen den Feind.
Denn sie bekämpft die Mächte der Finsternis mit knisterndem
Fell und funkelnden Augen.
Den sie widersteht dem Teufel, welcher der Tod ist,
indem sie sprühendes Leben verbreitet.
In ihren Morgengebeten liebt sie die Sonne, und die Sonne
liebt die Katzen.
Sie entstammt der Rasse der Tiger.
Ich schätze meine Katze,
Weil nichts süßer ist als ihr Frieden, wenn sie ruht,
Weil nichts lebendiger ist als ihr Leben, wenn es in Bewegung ist,
Weil Gott sie mit einer unendlichen Vielfalt von Bewegungen
Gesegnet hat...
Weil sie nach jeder Musik tanzen kann...

( Christopher Smart )


Wir vermissen Dich

Angelika und Thomas



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